Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen

 

 

 

Die Bauwirtschaft, eine der wichtigsten Branchen der europäischen Wirtschaft, hat die schlechteste Unfallbilanz. Auf Baustellen in Deutschland ist die Unfallhäufigkeit mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt der gewerblichen Wirtschaft. Unfälle auf Baustellen haben im Vergleich zu den Unfällen in anderen Wirtschaftszweigen meist deutlich schwerere Folgen. Um Leben und Gesundheit der Beschäftigten auf Baustellen besser zu schützen, ist am  1. Juli 1998 die Baustellenverordnung (BaustellV) als Teil des Arbeitsschutzrechts in Kraft getreten. Damit sind Bauherren und ihre Beauftragten bei Planung und Ausführung einer Baustelle zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination verpflichtet.

 

 

Wir nehmen diese Aufgabe durch folgende Leistungspalette während der Planung der Ausführung des Bauvorhabens für den Bauherrn wahr:

  • Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze nach § 4 Arbeitsschutzgesetz bei der Planung, Aufzeigen von Möglichkeiten zur Vermeidung von Sicherheits- und Gesundheitsrisiken,

  • Ausarbeiten des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes, Abstimmen der Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen mit dem Bauherrn bzw. den von ihm beauftragten Planern,

  • Feststellen sicherheits- und gesundheitsschutzrelevanter Wechselwirkungen zwischen Arbeiten auf der Baustelle und anderen betrieblichen Tätigkeiten oder Einflüssen auf oder in der Nähe der Baustelle,

  • Mitwirken bei der Planung der Baustelleneinrichtung

  • Beraten bei der Planung bleibender sicherheitstechnischer Einrichtungen für die spätere Wartung und Instandsetzung und Zusammenstellung der Unterlage mit den erforderlichen Angaben für die sichere und gesundheitsgerechte Durchführung späterer Arbeiten,

  • Hinwirken auf das Berücksichtigen von Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen in Ausschreibungen und Vergabeunterlagen, Mitwirken bei der Prüfung der Angebote,

  • Beratung bei der Terminplanung, insbesondere bei der Abstimmung von Bauausführungszeiten, um Gefahren, die durch ein zeitliches Nebeneinander hervorgerufen werden können, zu vermeiden,

  • Beratung bei der Terminplanung, insbesondere bei der Abstimmung von Bauausführungszeiten, um Gefahren, die durch ein zeitliches Nebeneinander hervorgerufen werden können, zu vermeiden,

  • Mitwirken beim Erstellen der Vorankündigung und deren Übermittlung an die zuständige Behörde (Gewerbeaufsichtsamt/Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit).

 

Leistungspalette während der Ausführung des Bauvorhabens:

  • Aushängen und gegebenenfalls Anpassen der Vorankündigung,

  • Bekanntmachen, Anpassen und Fortschreiben des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes sowie Hinwirken auf seine Einhaltung und auf die Umsetzung der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen durch die beteiligten Unternehmen,

  • Information und gegebenenfalls Vorbesprechung mit allen Auftragnehmern (einschließlich Nachunternehmern) mit eingehender Erläuterung der Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz

  • Koordinierung des Zusammenwirkens der bauausführenden Unternehmen hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz und der Anwendung der allgemeinen Grundsätze nach § 4 Arbeitsschutzgesetz,

  • Hinwirken auf die Einhaltung einer Baustellenordnung und eines Baustelleneinrichtungsplanes (soweit diese vorhanden sind) hinsichtlich der Vermeidung gegenseitiger Gefährdungen,

  • Berücksichtigung sicherheits- und gesundheitsschutzrelevanter Wechselwirkungen zwischen Arbeiten auf der Baustelle und anderen betrieblichen Tätigkeiten oder Einflüssen auf oder in der Nähe der Baustelle, Achten auf Absicherung der Baustelle mit dem Ziel der Vermeidung gegenseitiger Gefährdungen,-Fortführung und Fertigstellung der Unterlage mit den erforderlichen Angaben für die sichere und gesundheitsgerechte Durchführung späterer Arbeiten,

  • Organisation und Durchführung von Sicherheitsbesprechungen und –begehungen und Auswerten der Ergebnisse.

 

Wir würden Ihnen eine mögliche Zusammenarbeit gern in einem persönlichen Gespräch näher erläutern. Bitte setzen Sie sich zur Vereinbarung eines Termins telefonisch mit uns unter der Rufnummer 030/664 60 730 in Verbindung oder senden Sie uns mit Hilfe des für Sie vorbereiteten eMail-Formulares eine entsprechende Anfrage zu.

Gefahrgutbeauftragter

Betriebe, die an der Beförderung gefährlicher Güter beteiligt sind, müssen einen Gefahrgutbeauftragten bestellen. Die Pflicht zur Bestellung sowie seine Rechte und Pflichten ergeben sich aus der Gefahrgutbeauftragten Verordnung (GbV).

Wer ist verpflichtet einen Gefahrgutbeauftragten zu bestellen?

Alle Unternehmen, die Gefahrgut transportieren, transportieren lassen oder am Transport beteiligt sind (z.B. Absender, Verlader, Befüller) müssen einen Gefahrgutbeauftragten bestellen.Von der Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten sind Unternehmen befreit, die in begrenzten Mengen verpacktes Gefahrgut (Limited Quantity) verschicken, nur Transporte mit freigestelten Beförderungseinheiten durchführen (Details hierzu im Unterabschnitt der ADR)Gefahrgüter nur empfangen,höchstens 50 t netto pro Jahr für den Eigenbedarf in Erfüllung betrieblicher Aufgaben befördern oder ausschließlich als Auftraggeber des Absenders an der Gefahrgutbeförderung beteiligt sind, wenn die jährliche Menge unter 50 t liegt.

 

Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten

Der Gefahrgutbeauftragte nimmt insbesondere folgende Aufgaben wahr:

  • Überwachen der Einhaltung der Vorschriften, z.B. ordnungsgemäße Verpackung, sichere Verladung, richtige Kennzeichnung der Transporte,Führen von Aufzeichnungen über seine Überwachungstätigkeit
  • unverzüglich alle Mängel anzeigen, die die Sicherheit beim Transport und der Verladung gefährden
  • den Unternehmer bei der richtigen Umsetzung der Gefahrgutverordnung beraten und Maßnahmen zur Verbesserung von Sicherheitsmängeln vorschlagen.
  • Jahresbericht erstellen, in dem Auskunft über die Art und die Menge der transportierten Güter, über Unfälle und Verbesserungsmaßnahmen gegeben wird.

Der Bericht muss fünf Jahre aufbewahrt und der Behörde auf Verlangen ausgehändigt werden.

Letzt verantwortlich für die Umsetzung der Maßnahmen ist der Unternehmer.

Stellung des Gefahrgutbeauftragten im Unternehmen 

Der Gefahrgutbeauftragte hat das Recht und die Pflicht:

  • auf Teilnahme an Schulungen (z.B. Fachtagungen) zur Förderung der Sachkunde
  • Vorschläge und Bedenken der entscheidenden Stelle im Unternehmen/Betrieb vorzutragen
  • Stellungnahme zu Anträgen auf Abweichung von den Gefahrgutvorschriften abzugeben
  • Er darf wegen der Erfüllung seiner Aufgaben nicht benachteiligt werden.

Dem Gefahrgutbeauftragten müssen alle zur Wahrnehmung seiner Tätigkeit erforderlichen Auskünfte und Unterlagen bereitgestellt werden.

Gefahrgut

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Laserschutzbeauftragter

Bei Benutzung eines Lasers der Klasse 3B und 4 (nach EN 60825-1) bzw. 3b und 4 (nach DIN VDI 0837) muss ein Laserschutzbeauftragter vom Unternehmer schriftlich bestellt werden. Der Unternehmer kann diese Aufgabe selbst übernehmen.

 Grundlage für die Bestellung ist § 6 der berufsgenossenschaftlichen Vorschrift B 2 Laserschutzbeauftragte müssen ausreichende Fachkunde besitzen. Diese kann entweder durch die berufliche Ausbildung oder auch über Erfahrung nachgewiesen werden. Weiterhin wird in der Durchführungsanweisung die Teilnahme an einem Lehrgang empfohlen, die den Vorschriften der Berufsgenossenschaften entspricht.

Der Laserschutzbeauftragte muss die Laserschutzbereiche eindeutig kennzeichnen und muss regelmäßig die Notausschaltung auf Ihre Funktion hin testen. In den meisten Fällen ist der Laserschutzbeauftragte auch zuständig, für die Anzeige der Laser bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde und koordiniert die Abnahme seitens eines staatlichen Sachverständigen. Ferner hat er den Unternehmer in vielen Bereichen zu beraten, z.B. bei der Auswahl von Schutzausrüstung, Einweisung von Beschäftigten und Untersuchung von Unfällen mit Laserstrahlung gemeinsam mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Flugsicherheit

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